Vorsorge & Diagnostik
Labordiagnostik
Manche Ursachen sieht man dem Gelenk nicht an – aber dem Blut.
Wussten Sie schon?
Ein geschwollenes, schmerzendes Knie sieht zunächst immer ähnlich aus. Dahinter kann ein Gelenkverschleiß stecken, eine rheumatische Erkrankung, ein Gichtanfall oder eine Infektion. Die Behandlung unterscheidet sich in diesen Fällen grundlegend. Eine gezielte Blutuntersuchung hilft, diese Ursachen voneinander zu trennen, bevor eine Therapie beginnt.
Was wir je nach Fragestellung untersuchen:
- Entzündungswerte wie CRP und Blutsenkung sowie das Blutbild
- Rheumawerte, zum Beispiel Rheumafaktor, CCP-Antikörper oder HLA-B27
- Harnsäure bei Verdacht auf Gicht
- Vitamin D, Kalzium und weitere Werte des Knochenstoffwechsels
- Borrelien-Antikörper bei Gelenkbeschwerden nach einem Zeckenstich
- Muskelwerte wie die Kreatinkinase bei Muskelbeschwerden
- Schilddrüsenwerte, die Muskeln und Knochen beeinflussen können
Besonders sinnvoll bei:
- Gelenkschwellung mit Überwärmung oder Rötung
- Beschwerden in mehreren Gelenken gleichzeitig
- Morgensteifigkeit, die länger als eine halbe Stunde anhält
- Gelenkbeschwerden mit Fieber oder Abgeschlagenheit
- Gelenkschmerzen nach einem Zeckenstich
- Vor Beginn und während einer Osteoporosebehandlung
- Rheumatischen Erkrankungen in der Familie
Was wir vor Ort bestimmen
Kleines Blutbild und CRP werten wir direkt in der Praxis aus. Diese Ergebnisse liegen Ihnen noch im selben Termin vor – bei einem entzündeten Gelenk ist das oft der Unterschied zwischen sofort behandeln und abwarten.
Weiterführende Untersuchungen, etwa ein großes Blutbild oder feingewebliche Untersuchungen, übernimmt ein Partnerlabor. Je nach Fragestellung dauert es einige Tage bis etwa eine Woche, bis das Ergebnis vorliegt. Wir melden uns bei Ihnen, sobald es da ist.
So gehen wir vor:
Wir bestimmen keine Werte auf Verdacht, sondern stellen vor der Blutentnahme eine konkrete Frage. Welche Werte sinnvoll sind, ergibt sich aus Ihren Beschwerden und der körperlichen Untersuchung.
Die Ergebnisse besprechen wir ausführlich mit Ihnen und ordnen sie Ihrem Befund zu. Wichtig dabei: Laborwerte sind ein Baustein, kein Urteil für sich. Ein normaler Harnsäurewert schließt einen Gichtanfall nicht aus, und ein auffälliger Rheumawert bedeutet nicht automatisch eine rheumatische Erkrankung. Erst im Zusammenspiel mit Untersuchung und Bildgebung ergibt sich ein verlässliches Bild.
Sprechen Sie mit uns – wir beraten Sie gerne persönlich.